Das Maximilian-Kolbe-Werk unterstützt ehemalige KZ- und Ghetto-Häftlinge in Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas sowie deren Angehörige unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung. Es will zur Verständigung und Versöhnung zwischen dem polnischen und dem deutschen Volk und mit anderen Ländern Mittel- und Osteuropas beitragen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der einzelne Mensch, seine persönliche Geschichte und seine leidvollen Erfahrungen zur Zeit des Nationalsozialismus. Der Kontakt von Mensch zu Mensch ist eigentliches Kernstück der Arbeit. Das Maximilian- Kolbe-Werk ist für viele Opfer des NS-Regimes ein Vertrauensfaktor geworden und vermittelt vielen eine Geborgenheit, die weit über den Rahmen eines Hilfswerks hinausreicht. Mit Hilfe vieler Spenderinnen und Spender und einer großen Zahl ungewöhnlich engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde ein wichtiger Beitrag im Versöhnungsprozess geleistet. Diese Aufgabe ist nicht beendet. Das Maximilian-Kolbe-Werk wird weiterhin den KZ-Überlebenden vor Ort strukturelle und persönliche Hilfe leisten und gleichzeitig die Begegnung fördern, insbesondere zwischen den KZ- Überlebenden als Zeugen der Nazi-Verbrechen und der jungen Generation in Deutschland. Denn es ist ein bleibendes Anliegen, dazu beizutragen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Die Freiheit des einzelnen und die Menschenwürde müssen immer neu geachtet werden.