Zum 95ten Geburtstag von Papst Benedikt

Am Karsamstag, 16.4., wird Papst em. Benedikt XVI. 95 Jahre alt. Der am Karsamstag 1927 in Marktl am Inn geborene und am gleichen Tag dort getaufte ehemalige Erzbischof von München-Freising und Kurienkardinal leitete die Kirche vom 19.4.2005 bis zu seinem Rücktritt am 28.02.2013. In seiner letzten Osterpredigt 2012 betonte er die Bedeutung des Lichts:

Zu Ostern, am Morgen des ersten Wochentages hat Gott von neuem gesagt: „Es werde Licht.“ Die Nacht am Ölberg war vorausgegangen. Die Sonnenfinsternis der Passion und des Todes Jesu, die Nacht des Grabes. Aber nun ist wieder der erste Tag – die Schöpfung beginnt ganz neu. „Es werde Licht“, sagt Gott, „und es wurde Licht“: Jesus steht aus dem Grabe auf. Das Leben ist stärker als der Tod. Das Gute ist stärker als das Böse. Die Liebe ist stärker als der Hass. Die Wahrheit ist stärker als die Lüge. Das Dunkel der vergangenen Tage ist vertrieben in dem Augenblick, in dem Jesus aus dem Grab aufersteht und selbst reines Licht Gottes wird. Dies aber bezieht sich nicht nur auf ihn allein und bezieht sich nicht nur auf die Finsternis jener Tage. Mit der Auferstehung Jesu ist das Licht selbst neu geschaffen. Er zieht uns alle nach in das neue Leben der Auferstehung hinein und besiegt alles Dunkel. Er ist der neue Tag Gottes, der uns allen gilt.

Aber wie soll das geschehen? Wie soll all dies bis zu uns kommen, so dass es nicht nur Wort bleibt, sondern Wirklichkeit wird, in die wir einbezogen sind? Durch das Sakrament der Taufe und das Bekenntnis des Glaubens hat der Herr eine Brücke zu uns herübergebaut, durch die der neue Tag zu uns kommt. In der Taufe sagt der Herr zu demjenigen, der sie empfängt: Fiat lux – Es werde Licht. Der neue Tag Gottes – der Tag des unzerstörbaren Lebens kommt auch zu uns. Christus nimmt dich bei der Hand. Du wirst von nun an von ihm gehalten und gehst so in das Licht, in das wirkliche Leben hinein. Deshalb hat die alte Kirche die Taufe Photismos genannt – Erleuchtung.