Woche für das Leben

Ökumenische Woche für das Leben

Zum Thema Demenz findet die diesjährige Woche für das Leben vom 30. April bis 7. Mai statt. In einem gemeinsamen Wort betonen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und die Ratsvorsitzende der EKD, Präses Annette Kurschus: „Selbstbestimmt leben zu können ist ein hohes Gut und eine wesentliche Qualität unseres Menschseins. Gerade das Leben mit Demenz zeigt aber, dass die Selbstständigkeit nicht immer im gewünschten Maße möglich ist und Menschen einen Teil der Kontrolle über ihr Leben an andere abgeben müssen. Es kann dann entlastend und tröstlich sein zu wissen, dass die Würde des Menschen tiefer gründet und unverlierbar ist: Nach christlichem Verständnis hat Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen und bejaht ihn in jedem Moment seines Lebens. Er garantiert seine Würde unabhängig von seiner Gesundheit oder jeglichen anderen Eigenschaften. Aus der Beziehung Gottes, des Schöpfers, zum Menschen rührt ein weiteres wesentliches Merkmal unseres Daseins: Jeder Mensch ist auf Beziehungen hin angelegt und findet sich selbst erst im Gegenüber zu Gott und zu seinen Mitmenschen. Wenn ein Mensch an einer Demenz erkrankt, bestehen diese Verhältnisse fort. Das Angewiesensein auf Andere schmälert die Würde nicht, sondern macht bewusst, dass wir nicht als Einzelwesen geschaffen, sondern in eine Gemeinschaft hineingestellt sind. Diese Perspektive des christlichen Glaubens kann Lebensqualität und Hoffnung schenken. Menschen mit Demenz haben einen Platz in unserer Mitte!“