Christi Himmelfahrt
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Mariengrotte in Naumburg
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Walldüren-Wallfahrt
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Messe zum mitsingen
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Die Fastenzeit

Aschermittwoch

Aschermittwoch ist der Beginn der österlichen Bußzeit. Sie dient der inneren und äußeren Vorbereitung auf das Osterfest, an dem wir die Hoffnung unseres Lebens feiern: die Auferstehung von den Toten. Am Anfang dieser Gedenkzeit könnte die Frage stehen: Was würde ich mitnehmen, was wäre meine eiserne Ration, wenn ich mich einschränken müsste, wenn ich mit meinem Leben Ernst machen möchte, was bräuchte ich wirklich, worauf käme es an?"
Eine Antwort darauf gibt der zweite Gedanke, der den Aschermittwoch prägt. Im Zeichen des Aschenkreuzes auf unser Haupt werden wir daran erinnert, dass wir einmal sterben müssen. Die Frage nach dem Notwendigen in unserer Zeit, das "was Not tut", entwickelt sich zur Frage, was schließlich bleibt. Was besitzt einen bleibenden Wert über den Tod hinaus und hat deshalb in unseren kleinen und großen Lebensentscheidungen den höchsten Stellenwert. Die Worte Jesu in der hl. Schrift lehren uns die Liebe als den Bund der bleibt über den Tod hinaus in die Auferstehung zur Gemeinschaft mit dem dreieinen lebendigen Gott. Dahin sind wir berufen.
Der Grundakkord der ganzen Fastenzeit klingt in den Texten des Aschermittwoch-Gottesdienstes an: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen! Joel 2,12
Lasst euch mit Gott versöhnen! 2 Korinther 5,20
Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Markus 1,15

Dies "Umkehren", "Sich-versöhnen-lassen", "Glauben" wird verwirklicht durch: Gebet - Fasten - Almosen
Diese drei Ausdruckformen unseres Glaubens sind lebenswichtig und stehen im Zentrum der Aufforderungen an die nächsten 40 Tage.
1. zum Gebet:
Beten ist ein Dialog mit Gott in meiner Seele. Beten heißt, mein Leben so vor Gott stellen. Es ist sprechender Glaube:
§ Gott danken für alles, was ich habe und kann und anderen verdanke:
§ Gott bitten, mich in meinen Unzulänglichkeiten und Wünschen annehmen;
§ Gott loben und preisen und ihn als Urheber und Erhalter alles Guten bekennen

Aus der Weisung zur kirchlichen Bußpraxis zum Gebet:
Wir entsprechen dem Geist Jesu und dem Wunsch der Kirche, wenn wir in der Fastenzeit neu auf Gottes Zuwendung zu uns antworten und uns besonders darum bemühen, persönlich zu beten und das Familien- oder Gemeinschaftsgebet zu erneuern. Zum Beispiel das Morgen- und Abendgebet, das Tischgebet oder den "Engel des Herrn". Gemeinschaft mit Gott sollten wir in dieser Zeit auch suchen durch Lesen der Heiligen Schrift, Besuch der Fastenpredigt, Teilnahme an Besinnungstagen, Exerzitien, Zeiten der Stille, Kreuzweg- oder Rosenkranzandachten, nicht zuletzt durch den Empfang des Bußsakramentes und durch die Mitfeier der Eucharistie an Werktagen.
2. zu Fasten:
Fasten heißt zunächst mein Leben bedenken und es ändern. Fasten sind Verzichtleistungen, die wir üben, um das geistige Vermögen zur Wirkung kommen zu lassen, das die seelischen Kräfte wie Glauben, Hoffen, Lieben, Gerecht- und Gütigsein stärkt. Wir können so unserer Gottesbeziehung leichter bewusst werden.
§ Ich könnte auf vieles - Ich genieße zu viel aus Gedankenlosigkeit, aus Gewöhnung ... - Ich könnte mich einschränken.
§ Ich lebe oft im eingefahrenen Trott - Ich könnte einiges ändern, was sich bei mir im Umgang mit anderen eingeschlichen hat.
§ Ich könnte meine Zeit neu einteilen, anders mit meiner Zeit umgehen.

Aus der Weisung zur kirchlichen Bußpraxis zu Fasten und Verzicht:
Das eigentlichen Fasten bleibt an allen Werktagen der Fastenzeit angeraten. Wer nicht so einschneidend fasten kann, sollte sich wenigsten bewusst einschränken im Essen, Trinken und Rauchen, im Gebrauch des Fernsehens und auf Partys, Tanzveranstaltungen und ähnliche Vergnügungen verzichten. In solchem Verzicht gewinnen wir neue Freiheit für Gott, für den Menschen neben uns und gegenüber den eigentlichen Wünschen und Bedürfnissen. Wir üben damit zugleich als einzelne und als weltweite Glaubensgemeinschaft jedes Jahr neu die Haltung jenes Konsumverzichtes ein, ohne den die Menschheit ihre Zukunft nicht bestehen wird.
3. zu Almosen:
Christliche Nächstenliebe besteht vor allem im Teilen. Es ist nicht nur das Mitteilen meiner Gedanken und Sorgen, sondern auch der materiellen Güter, die wir zu diesem Leben brauchen. Dadurch gewinnen wir auch einen ewigen Lohn, der uns verheißen ist.
§ Mich von der Not und den Sorgen anderer treffen lassen
§ Das, auf was ich verzichte, für andere übrig haben.
§ Nicht nur teilen, sondern auch abgeben, weggeben.

Aus der Weisung der kirchlichen Bußpraxis zu Almosen und Werke der Nächstenliebe: Seit alters haben die Chrisen es als einen besonderen Sinn des Fastens angesehen, mit den Armen zu teilen. Für uns gilt heute: Jeder Christ soll je nach seiner wirtschaftlichen Lage jährlich ein für ihn spürbares Geldopfer für die Hungernden und Notleidenden in der Welt geben. Mehr noch als sonst im Jahr sollen wir Christen in der Fastenzeit uns sorgen um Menschen in leiblicher und seelischer Not, um Alte, Kranke und Behinderte, um mutlose, ratlose und verzweifelte Menschen, in denen ums Christus begegnet.

 
 
 
 
 
 

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