Christi Himmelfahrt
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Mariengrotte in Naumburg
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Walldüren-Wallfahrt
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Messe zum mitsingen
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Priesterweihe in Fulda

Am Pfingstsamstag wurde Roman Warnecke aus unserer Gemeinde im Dom zu Fulda zum Priester geweiht. In seiner Predigt betonte Bischof Algermissen, dass ein Priester mit seiner Existenz vor allem anderen dafür stehe, dass Gott wirklich und ein lebendiger Gott der Menschen sei. Der Priester „soll in einer Welt, die ohne Gott meint auskommen zu können, für ihn einstehen“. Damit halte ein Priester in einer in sich selbst verschlossenen Welt „den Himmel offen“ und zeige, dass Gott für ihn persönlich und durch ihn für andere die Realität sei, mit der man rechnen müsse. Der Priester als „Mann Gottes“ solle zeigen, dass der Mensch nicht einfach nur ein Produkt eines blinden Zufalls sei. „Da ist einer der dich kennt, der dich hört, der dich liebt und sich deiner annimmt und bei dem du im Leben und Sterben geborgen bist.“
Weil aber die Rede von Gott heute alles andere als selbstverständlich sei, werde der Priester als Fremdkörper wahrgenommen, fuhr der Oberhirte fort. „Der Priester redet nicht nur von Gott, er handelt auch an Gottes Stelle, der sich des Menschen bedient, um etwas zu tun, was allein er tun kann.“ Das geschehe, wenn er Sakramente spende oder die Wandlungsworte
über Brot und Wein oder die Absolutionsworte spreche. „Priestersein bedeutet Freundschaft mit Jesus“, stellte Algermissen sodann heraus. Es gebe in der gegenwärtigen Krise der Berufungen keinen anderen Weg als das Programm, das der selige Papst Johannes Paul II. am Ende des Jubiläumsjahres 2000 der Kirche für das neue Jahrhundert und Jahrtausend auf den Weg gegeben habe: „Neu von Jesus Christus her anfangen – sein Antlitz suchen“.
Das Antlitz Jesu Christi zu suchen sei Aufgabe jedes Getauften, besonders aber dessen, dem bei der Priesterweihe unter Gebet die Hände aufgelegt und Gottes Geist wirksam zugesprochen werde. „Hier ist die Quelle priesterlicher Identität und Stärke und das Heilmittel gegen das Extrem eines neuen alten Klerikalismus. Der Klerikalismus ist gewiss nicht Zeichen der Stärke, sondern der Schwäche. Er will schwache innere Identität durch im Grunde lächerlich wirkende Identitätsmerkmale ersetzen“, gab der Bischof zu bedenken. Neu von Jesus Christus her anzufangen sei auch die Bedingung dafür, in der Lebensform priesterlicher Ehelosigkeit glaubwürdig Erfüllung zu finden.
Er höre zunehmend die zweifelhafte Meinung, die Kirche müsse nur den Zölibat aufheben, und schon gebe es genügend geeignete Kandidaten, so Bischof Algermissen weiter. „Aus ihrer langen Geschichte weiß die Kirche, dass religiöse Neuaufbrüche ihre Quelle nicht in einem Weniger, sondern in einem Mehr an Jesus-Nachfolge haben.“ Die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils hätten darum einmütig ihrer gläubigen Überzeugung Ausdruck gegeben, dass die priesterliche Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ein kostbares Geschenk des Geistes an die Kirche sei.
Priester und Priesterkandidaten litten manchmal unter der Zölibatsdiskussion, betonte Algermissen. „Dass viele Zeitgenossen, die unseren Christusglauben nicht teilen, und die meisten Medien für diese priesterliche Lebensform kein Verständnis aufbringen, ist nicht verwunderlich. Dass Priester und Priesterkandidaten aber mitten in unseren Gemeinden wegen ihrer Entscheidung zu dieser Form der Jesus-Nachfolge massiv angefragt und angegriffen werden, ist hart und schafft kein gutes Klima für neue Berufungen.“ Die gesellschaftliche Großwetterlage sei problematisch, da sie keine festen Bindungen mehr kenne – so würden anstelle von Ehen zunehmend nur eheähnliche Gemeinschaften geschlossen. Die Annahmebereitschaft für Priesterberufe und ihre positive Stützung in den Gemeinden sei eine erste und unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass die Kirche auch in Zukunft Priester habe, so der Bischof.


 
 
 
 
 

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